Krings brüskiert Homosexuelle
Mit Unverständnis reagieren die Mönchengladbacher Jusos auf Günter Krings Äußerungen zur Ehe von homosexuellen Paaren. Der Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU hatte sich öffentlich gegen eine gesetzliche Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften mit der Ehe ausgesprochen. Die Jusos werfen Krings vor, er halte an einem zweifelhaften Menschenbild fest.„Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Gleichberechtigung homosexueller Menschen anerkannt und akzeptiert ist. Es wird Zeit, dass der Gesetzgeber diese gesellschaftliche Realität erkennt und endlich für eine Gleichberechtigung der gesetzlichen Ehe und gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften sorgt. Die Niederlande machen es vor. Warum sollten homosexuelle Menschen nicht auch hierzulande endlich gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben dürfen?“, kritisiert der Vorsitzende der Mönchengladbacher Jusos, Robert Peters. „Weder christliche Werte, noch Konservativismus berechtigen dazu, die fortwährende Diskriminierung von Homosexuellen per Gesetz aufrecht zu erhalten“, so Peters weiter. Der Juso-Vorsitzende reagiert damit auf öffentliche Äußerungen des Mönchengladbacher Bundestagsabgeordneten Günter Krings. Er hatte in der Debatte um die Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften den Forderungen der FDP eine Absage erteilt und sich gegen eine Gesetzesänderung zu Gunsten von homosexuellen Paaren ausgesprochen.
Die Jusos werfen Krings vor, er brüskiere damit einen Teil der Gesellschaft. Robert Peters erklärt: „Eingetragene Lebenspartnerschaften bestehen zu lassen, homosexuelle Menschen jedoch steuerpolitisch und hinsichtlich des Adoptionsrechts nicht gleichzustellen ist absurd. Der häufig herangezogene Verweis, auf den besonderen Schutz von Ehe und Familie, ist besonders fragwürdig. Ehe und eingetragene Lebenspartnerschaft stehen in keinem Konkurrenzverhältnis. Man fragt sich, welches Gesellschaftsbild vertreten Politiker wie Herr Krings, die einer Gleichberechtigung Homosexueller im Wege stehen? Das Bild einer modernen und aufgeklärten Gesellschaft vertreten sie jedenfalls nicht!“







































